„Permakultur ist das bewusste Gestalten und Erhalten landwirtschaftlich produktiver Ökosysteme, die die Vielfalt, die Dauerhaftigkeit und die Selbstregulierungsfähigkeit natürlicher Ökosysteme aufweisen.“

Bill Mollison, Handbuch der Permakulturgestaltung

Dann packen wir’s mal an!

los geht’s

Wir wollen mehr leben, mehr lachen und weniger zerstören. Also müssen wir uns an die Regeln der Natur halten, die „Spielregeln“ einhalten. Das bedeutet mehr Respekt, Demut und Dankbarkeit im Umgang mit uns selbst, den Pflanzen,  den Tieren, dem Boden und den Steinen. 

gemeinschaft

Miteinander wirken und wachsen in allen Bereichen

Wir lauschen der Natur, den Wesen, die hier zu Hause sind und nehmen ihre Kommunikation als Impulse, Ideen oder Bilder wahr. Somit gestalten wir alle gemeinsam das Land.

Bereits aktive Projekte

Was wir machen, und wieso wir es so machen:

Die Benjeshecke

Windschutz; Lebensraum für Vögel, Insekten, Käfer und Igel

Im Dezember 2023 fegte ein Sturm übers Land und pustete unzählige Bäume um, die nun im angrenzenden Wald und auf dem Grundstück herumlagen. Die Frage , die auftauchte: Wohin mit dem ganzen Holz? Denn alles konnte nicht so liegen bleiben und auch nicht zu Brennholz verarbeitet werden. Das Buch über Permakultur war schnell zur Hand und am 1. Februar 2024 kamen die ersten Pfähle als Begrenzung in den Boden. Seitdem wächst die Hecke stetig. Durch Windanflug und durch Samen aus dem Kot rastender Vögel soll sich die Heckenbepflanzung aufbauen.

Die Totholzhecke schafft eine Lebensraumvielfalt. Sie bietet Tieren Schutz und Nahrung. 

Der Mandala-Garten

Selbstversorgung, Biozyklischer Humusaufbau 

Der erste Spatenstich im 800 qm Mandala-Garten war am 27. Februar 2024 und im selben Jahr hatten wir bereits eine reichliche Ernte. Jedes der sieben Hügelbeete (ca. 7,80 x 1,20 m) wurde im Sinne des biozyklischen Humusaufbaus angelegt und geschichtet:

1.) zwei Spaten tief gebuddelt; 2.) eine Schicht Stämme aus dem Wald; 3.) eine Schicht alte Holzpfähle vom Weidezaun; 4.) eine Schicht Äste und darüber kleinstes Geäst; 5.) Grasnarbe; 6.) Kuh- und Pferdemist; 7.) Mutterboden; 8.) Komposterde/Humus; 9.) Mulchmaterial

Die Beete sollen zeitnah bepflanzt werden und auch zu jeder Jahreszeit. Das ist wichtig. Denn die Pflanzen geben über die Wurzeln den flüssigen Kohlenstoff in Form von Zucker ab, hinein in den Kern und fördern die Zersetzungsprozesse, die das Holz dort verrotten lassen. Viele Mikroorganismen, wie Pilze wollen Zucker haben und geben bei der Zersetzung die Nährstoffe, die frei werden, an die Pflanzen weiter. Alle sind dauerhaft miteinander in Kommunikation. Dadurch bilden sich mit der Zeit die Humuskomplexe, ein riesiges Netzwerk, das Biotop. 

Die Baumhecke

Windschutz, Sonnenfalle, Nahrung für Tier und Mensch

Ursprünglich hatten wir einen essbaren Waldgarten auf einem Hektar Land geplant. Doch nach einem Jahr Beobachtung des Sonnenverlaufes, des Wachstums der Pflanzen, wie das Regenwasser abläuft und des Winds, der übers Grundstück fegt, hat sich diese Idee geändert. Durch den Besuch von Daniel (Waldgeister e.V.) kamen weitere Anregungen hinzu, wie die Baumhecke. Direkt daran anschließend wird bald die Wildobsthecke gepflanzt und in den nächsten Jahren werden wir Zeuge, wie aus den Bäumchen und Sträuchern prachtvolle Wesen heranwachsen. 

Und wer weiß, vielleicht verwandeln wir ja doch noch das gesamte Grundstück in einen essbaren Waldgarten.

Holzarbeiten

Brennholz, Fressschutz, Beetumrandung

Die Aufarbeitung der umgestürzten Bäume zu Brennholz sowie der Transport ihrer Äste zur Benjeshecke ist eine beständige Arbeit, unabhängig von der Jahreszeit.

Die alten Möbel warten im Schuppen oder im Haus darauf, von Holzwürmern befreit zu werden und ihren neuen Look zu erhalten.